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8 Ehebruch-Klassiker, die sich zu lesen lohnen

Einige der interessantesten Frauenfiguren der Weltliteratur verdanken wir den Ehebruchromanen des 19. Jahrhundert. Die bekanntesten unter ihnen sind Effi aus Effi Briest, Emma aus Madame Bovary und Anna aus Anna Karenina. Aber dieser Romantypus brachte auch andere, nicht minder interessante Ehebrecherinnen und – seltener – Ehebrecher hervor. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Typus des Ehebruchromans in Europa weit verbreitet und sorgte für den ein oder anderen Skandal. Das klassische Handlungsschema umfasst die Phasen Werbung – Verführung – Entdeckung – Bestrafung und wurde zum größeren Spannungsaufbau meist mit Intrigen und den konventionellen Hindernissen angereichert. Daneben spielte der Ehebruch aber auch in anderen großen Romanen jener Zeit eine Rolle. Durch Thematisierung des Ehebruchs wurde Kritik an der bürgerliche Vernunftehe und der schwachen sozialen Stellung der meist schlecht ausgebildeten und wirtschaftlich abhängigen Frau geübt. Gleichzeitig wurde die Doppelmoral der Gesellschaft angeprangert, die selbst verheirateten Männern sexuelle Abenteuer zugestand, bei Frauen aber wesentlich strengere moralische Maßstäben anlegte. Meist trifft man daher auf Ehebrecherinnen und überwiegend weibliche Erzählperspektiven. Ich habe acht interessante Klassiker zum Thema Ehebruch zusammengetragen, …