Biografie, Frauen, Roman, starke Frauen
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#Frauenlesen Challenge im März: Buchtipps zum Thema „Unabhängigkeit“

Am Weltfrauentag (8. März) startete meine #Frauenlesen Challenge. Das erste Monatsthema war – inspiriert durch den Indiebookday – „Unabhängigkeit“. Dabei habe ich es der Kreativität der Teilnehmerinnen überlassen, wie sie die Aufgabe lösen: ob es nun eine unabhängige Protagonistin, eine unabhängige Autorin, ein unabhängiger Verlag oder etwas ganz anderes sein sollte.

Hier findet Ihr eine Sammlung der Titel, die die Teilnehmerinnen zum Märzthema gelesen haben:

Silvia (LeckereKekse.de) hat sich „Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories“ von Chimamanda Ngozi Adichi vorgenommen. Die Autorin ist definitiv eine unabhängige Frau. Daher passt das Buch nicht nur wegen des Themas perfekt. Den Aufsatz „We should all be feminists“, der in dem von Silvia gelesenen Buch in der deutschen Übersetzung enthalten ist, finde ich sehr inspirierend und nehme ihn immer wieder gerne zur Hand. Silvias Meinung zum Buch könnt Ihr >>hier<< nachlesen.

Anne-Marit (Annes Lesetagebuch) entschied sich für eine Frauenbiografie und las „Oriana Fallaci – Ein Frauenleben“ von Cristina De Stefano. Es ist die beeindruckende Biografie einer Frau, die nicht nur sehr früh erwachsen werden musste, sondern sich auch in der (damaligen) Männerdomäne des Journalismus durchsetzen lernte. Annes Rezension, die ihr >>hier<< findet, macht auch mir richtig Lust, auf dieses Buch.

Heike (Bücherheike) hat sich nach längerer Suche für „Neben der Spur, aber auch dem Weg“ von Mina Teichert entschieden. Darin schildert die an ADS und ADHS erkrankte Mina ihren Weg in ein selbstbestimmtes, eigenständiges Leben. Eine sehr schöne Wahl zu diesem Thema, finde ich.

Romana wählte „Die Königin der Orchard Street“ von Susan Jane Gilman. Darin kommt Malka als Kind mit ihrer Familie am Beginn des 20. Jahrhunderts nach New York. Nach und nach zerbricht die Familie und Malka ist zunehmend auf sich alleine gestellt. Nach einem Unfall wird sie von einer italienischen Familie aufgenommen, welche Eis herstellt. Malka ändert schließlich ihren Namen, heiratet und baut selbst ein Eisimperium auf. Der Roman wird aus der Perspektive von Malka-Lilian erzählt, welche vor einer Gerichtsverhandlung steht und auf ihr Leben zurückblickt. Romana findet: „Die Geschichte ist gut erzählt, allerdings hätte ich im Fall der Rückblicke auf ihr Leben mehr Tiefgang erwartet. Sie reflektiert ihr Leben nicht, sondern rechtfertigt nur ihre Handlungen.“

Ich habe „Wir kennen uns nicht“ von Birgit Rabisch gelesen. Das Buch ist beim Verlag Duotincta – eine unabhängigen Verlag – erschienen. Das war mein Anknüpfungspunkt. Wie sich herausstellte, passte das Buch aber auch inhaltlich gut zum Monatsthema. Es geht darin um eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. Besonders beeindruckt hat mich, die Schilderung aus Sicht der Mutter, die in ihrer Jugend in den 60er Jahren hart um ihre Freiheiten kämpfen musste und nun enttäuscht ist, für wie selbstverständlich ihre Tochter diese Freiheiten hält. Nach diesem Buch habe ich meine eigene Mutter ein bisschen mit anderen Augen sehen.


Wer auch mitlesen möchte, findet >>hier<< alle Infos.

In Juni werden wir uns übrigens unter dem Motto „In English, please“ mit der englischsprachigen Frauenliteratur beschäftigten. Dabei können aber natürlich auch deutsche Übersetzungen von englischsprachigen Autorinnen gelesen werden.

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