125Interview, Lieblingsleseplatz
Schreibe einen Kommentar

Lieblingsleseplatz #72: Alexandra von Read Pack

Es ist mir immer eine besondere Freude, wenn ich LieblingsbloggerInnen, AutorInnen oder Bekannte aus dem „echten“ Leben für ein 1-2-5-Interview erwärmen kann. Heute ist so ein besonderer Tag, denn Alexandra von „Read Pack“ spricht ein wenig über ihre Lesegewohnheiten.

Wie genau ich Alexandra „kennengelernt“ habe, weiß ich gar nicht mehr. „Kennengelernt“ steht deshalb in Anführungszeichen, weil wir uns nur für das Netz kennen, aber noch nie live begegnet sind. Dennoch ist sie mir irgendwie schnell zu einer lieb gewonnenen Lesepartnerin geworden, die auch gerne als „Bücherzwilling“ bezeichne. Damit möchte ich ausdrücken, dass wir fast immer den gleichen Büchergeschmack haben. Deshalb wandern Alexandras Lieblingsbücher zwischenzeitlich fast automatisch auf meine Wunschliste. Die Dunkle Turm-Reihe von Stephen King hätte ich ohne sie beispielsweise nie angefangen – und echt etwas verpasst!

Gerade weil ein Treffen im realen Leben trotz aller Gemeinsamkeiten und der relativ geringen Entfernung nach wie vor aussteht, freue ich mich sehr, dass mir Alexandra einen privaten Einblick in ihre Lesegewohnheiten gegeben hat.

Liebe Alexandra, schön, dass Du an meiner kleine Reihe teilnimmst. Kommen wir gleich ohne Umschweife zur Sache: Wo liest du am liebsten und warum?

Ich würde jetzt gerne sagen „Ich lese am liebsten im großen Sessel in meiner Bibliothek.“ oder etwas ähnlich stilvolles. Tatsache ist aber, dass ich am allerliebsten abends im Bett lese. Zwar genieße ich auch vorher meine Lesezeit aber diese letzte halbe Stunde am Abend, bevor mir meist übermüdet die Augen zufallen, ist für mich die perfekte Lesezeit und ein wichtiger Abschluss für meinen Tag. Es ist eigentlich egal wie spät ich nach Hause komme, einige Seiten muss ich immer noch lesen.

Wenn ich nicht gerade im Bett lese, genieße ich meine Lesezeit übrigens am liebsten auf dem Sofa oder in der Sommerzeit im Garten auf meinem Liegestuhl. Ich bin generell ein eher gemütlicher Leser und lese nur selten unterwegs, habe dazu aber auch kaum die Gelegenheit. Ein Buch schleppe ich trotzdem so gut wie immer mit mir herum, man weiß ja nie…

Was gehört für Dich zur perfekten Lesezeit (Kaffee, Tee, Kekse, Kuscheldecke,…) und wie schaut es mit Musik und Umgebungsgeräuschen aus?

Da bin ich wirklich puristisch: ich brauche zum Lesen nur mein Buch und vielleicht noch meine Klebewimpelchen. Zwar mache ich es mir auch gern mit Tee und Kuscheldecke auf dem Sofa gemütlich, am wichtigsten ist mir aber das Buch, dazu muss ich mich nicht groß vorbereiten.

Eigentlich habe ich nichts gegen Umgebungsgeräusche, höre immer leise Musik beim Lesen oder tauche in mein Buch ab, während mein Mann einen Film schaut, den ich nicht sehen möchte. Trotzdem habe ich in der letzten Zeit gemerkt, dass ich die Lesezeit am meisten genieße, wenn mein Smartphone nicht in der Nähe ist. Ich liebe die sozialen Netzwerke und den Austausch über Bücher, sie lenken mich aber auch ein gutes Stück weit ab.

Welches Format liest Du warum am liebsten (eBook, Hardcover oder Taschenbuch) und wie behältst Du Deinen SuB (=Stapel ungelesener Bücher) im Auge?

Meine Bücher sind gut gemischt: ich lese dicke Wälzer als handliches eBook, habe hübsche Hardcoverausgaben und einen großen Haufen praktische Taschenbücher. Für jede Gelegenheit gibt es das passende Medium und ich bin kein Verfechter des „entweder, oder“; vielmehr liebe ich das „sowohl, als auch“.

Mein SuB hingegen ist eine sehr digitale Angelegenheit. Da ich durch die Mischung von eBooks und Printausgaben nicht einfach alles „auf einen Haufen werfen“ kann, sammele ich alle ungelesenen Titel in meiner Goodreads-App. So behalte ich den Überblick und bremse mich auch vor zu vielen Spontankäufen.

Wie sehen Deine Bücher aus, wenn Du sie gelesen hast? Machst Du Markierungen, Notizen, Eselsohren?

Meine Bücher sehen nach der Lektüre fast aus wie neu, sind aber mit unterschiedlich vielen Klebemarkierungen versehen. Diese Markierungen helfen mir tolle Zitate oder wichtige Handlungsstellen für die spätere Rezension wiederzufinden.

Da ich nie beim Lesen esse (maximal wird ein Stück Schokolade genascht) gibt es auch keine Flecken im Buch, das kann ich nämlich überhaupt nicht leiden. Sonst bin ich da viel entspannter geworden und sehe Bücher als Gebrauchsgut, das auch ein bisschen genutzt und geliebt aussehen darf.

Leihst oder verleihst Du auch schon mal Bücher? Wenn ja, von wem bzw. an wen und wie behältst Du den Überblick?

Ja, ich verleihe und verschenke regelmäßig Bücher an meine Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen. Früher habe ich ungern Bücher verliehen, es war mir wichtig, dass sie wie neu aussehen. Mittlerweile ist es mir viel wichtiger, dass Bücher gelesen werden und möglichst viele Menschen zum Lesen inspirieren. Bis auf meine Lieblingsbücher gebe ich daher Bücher wirklich gerne weiter und habe ehrlich gesagt kaum noch einen Überblick darüber. Manchmal verleihe ich auch Bücher mit dem Zusatz „du kannst es gern behalten, wenn du möchtest“. Dann kommen sie zurück (oder auch nicht) und landen entweder wieder in meinem Regal oder bei einem anderen Leser. Besonders freut es mich, wenn dadurch jemand auf den Geschmack kommt und sich zukünftig zur Leseratte entwickelt.

Vielen Dank, für diesen interessanten Einblick in Deine Lesegewohnheiten. Da lassen sich ja doch deutlich Unterschiede zu mir feststellen, lieber Bücherzwilling.

Wenn Ihr mehr von Alexandra lesen möchte, besucht den Blog „Read Pack“, den sie zusammen mit Susi führt. Ihr findet „Read Pack“ außerdem auch auf folgenden Social Media-Seiten:

Twitter
Facebook
Instagram
Pinterest
Google+


Ihr wollt mir auch ein 1-2-5 Interview geben? – Hier findet Ihr alle Infos dazu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.