Geplauder
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Eine buchige Teeparty #9: Picknick im Grünen

Hallo ihr lieben Büchermenschen,

schön, dass ihr alle wieder zum Bücher bequatschen vorbei schaut. Ich habe eine Menge Lesestoff im Gepäck. Da das Wetter endlich wieder etwas wärmer ist, habe ich aus unserer buchigen Teeparty spontan ein Picknick auf dem Rasen gemacht. Am besten macht ihr es euch also gemütlich. Schnappt euch einen Cookie und probiert meine neuste Teeentdeckung: Griechischer Bergtee. Das ist eine erfrischend-zitronige Wildkräutermischung mit extragroßem Blatt, die warm und kalt sehr lecker schmeckt.

Aktuelle Lektüre

Derzeit habe ich einen echten Lauf beim Lesen. Obwohl der August erst zur Hälfte zu Ende ich, habe ich schon 3 Bücher und ein Hörbuch beendet. Nach dem neusten Harry Potter, zudem ihr >>hier<< meine Rezension findet, habe ich „Ehre“ von Elif Shafak und „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway, das ich im öffentlichen Bücherschrank im Büro in einer illustrierten Ausgabe von 1959 entdeckt habe, beendet. Zu beiden Büchern wird es noch gesonderte Rezensionen geben, so dass ich hier noch nicht viel verraten möchte.

Kurz vor dem Ende abgebrochen habe ich das Hörbuch „Fool“ von Christopher Moore, gelesen von Simon Jäger. Als ich las, dass es sich um eine komödianstische Neuerzählung von Shakespeares „König Lear“ handelt, hatte ich etwas anderes erwartet, als sich immer in ähnlicher Form wiederholende geschmacklose Witze unterhalb der Gürtellinie. Wieso es auf Goodreads insgesamt auf 3,5 Sterne kommt, ist mir ein Rätsel. Mit viel gutem Willen habe ich dafür 2 vergeben.

Gestern habe ich nun mit „Jean Batten, Pilotin“ von Fiona Kidman begonnen und bin jetzt auf Seite 94. Jean Batten ist Neuseelands berühmteste Pilotin und der erste Mensch, der alleine in einem Flugzeug von England nach Neuseeland gelangte. Das war 1936. Ihre Lebensgeschichte erzählt Fiona Kidman in ihrem neusten Roman, der mir bis jetzt recht gut gefällt.
Erschienen ist Buch im Weidle Verlag als edles Taschenbuch mit Fadenbindung. Allein das Blätterverhalten ist schon etwas ganz besonderes.

Teeparty 8 aktuelle Lektüre

Mein aktuelles Hörbuch ist „Der Name der Rose“ von Umberto Eco, gelesen von Gert Heidenreich. Zwar kenne ich schon die Verfilmung mit Sean Connery, die ich gleich mehrmals gesehen habe. Das Buch habe ich bislang aber trotz mehrfacher Versuche immer abgebrochen, weil mich die vielen lateinischen Passagen und das ständigen Blättern nach deren Übersetzung immer zu sehr nervten. Das Hörbuch erspart mir dieses Problem, denn lange lateinische Stellen werden irgendwann aus- und dafür die deutsche Übersetzung eingeblendet. Eine sehr clevere Lösung, dank der ich jetzt schon fast die Hälfte der Geschichte gehört habe, ohne wieder daran zu verzweifeln.

Buchtipp

Schon Ende Juli habe ich „We Should All Be Feminists“ von Chimamanda Ngozi Adichie gelesen, von der ich >>hier<< auch schon „Americanah“ rezensierte. Es war ein Tipp von Sarah, die auf Pinkfisch bloggt und im wahren leben Buchhändlerin ist. In diesem schmalen Heft ist eine sehr kluge und inspirierende Rede zum heutigen Feminismus abgedruckt, die Chimamanda Ngozi Adichie im Dezember 2012 hielt. Ich habe darin so viele schöne Zitate gefunden, dass manchen Seiten fast vollständig mit Textmarker angestrichen sind.

We should all be feminists

Ich finde, nicht nur in Schweden sollte jeder und jede 16jährige kostenlos ein Exemplar davon erhalten.

Neuzugänge

Bei Rebuy gab es vor 2 oder 3 Wochen eine Aktion, bei der ab 30€ Bestellwert keine Versandgebühren berechnet wurden. 4 – nein, eigentlich sogar 5 – neue Bücher sind so bei mir eingezogen:

  • „Metro 2033/Metro2034: Zwei Romane in einem Band“ von Dmitry Glukhovsky habe ich ausgewählt, weil Karla Paula den neusten Band dieser Reihe („Metro 2035“) kürzlich im ARD Büffet empfahl. Schon davor bin ich immer wieder auf diese Reihe gestoßen. Spätestens seit der Wächter-Reihe von Sergej Lukianenko habe ich ja sowieso eine Schwäche für russische Science Fiction- und Fantasy-Autoren.
  • „Christmasland“ ist mein erster Roman von Joe Hill, von dem ich schon länger etwas lesen möchte. Sowohl für seine Kurzgeschichten als auch für seinen ersten Roman wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. „Christmasland“ ist sein neuster auf deutsch erschienen Roman. (Auf englisch ist gerade „the Fireman“ erschienen.) Ich bin sehr gespannt, ob man den berühmten Vater des unter Pseudonym schreibenden Autors auch in den Werken von Joe Hill erkennt.
  • Schließlich habe ich mit „Susannah“ und „Der Turm“ von Stephen King die „Dunkle Turm“-Reihe, bis auf den neusten Band „Wind“ vervollständigt.

Teeparty 8 Neuzugänge

Alle vier Bücher werde ich wahrscheinlich ausschließlich „privat“ lesen. Rezensionen auf dem Blog plane ich derzeit nicht dazu. Ich möchte die Bücher einfach vollkommen ungestört und in Ruhe genießen können, ohne mir währenddessen Gedanken über die spätere Besprechung machen zu müssen. Thematisch passen sie ohnehin nicht zu meinem Blogschwerpunkt.

Neu auf der Wunschliste

In den vergangenen Wochen habe ich begonnen, ein wenig die Neuerscheinungen zu durchstöbern und bin dabei auf ein paar interessante Bücher gestoßen, die auf meiner Wunschliste landeten:

  • Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau von Anne Berest

    Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau von Anne Berest

    „Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau“ von Anne Perest wird am 19.9. im Knaus Verlag erscheinen und handelt von all den Ansprüchen, die an Frauen herangetragen werden und die Emilienne nahezu perfekt erfüllt – bis zu ihrem Zusammenbruch. Dann nämlich hat sie genug von den weiblichen Rollenbildern und macht sich auf die Suche nach der perfekten Frau. Aber gibt es die überhaupt? Im Verlagstext wird das Buch als „ein gekonntes Spiel mit weiblichen Rollenbildern, Erwartungen und Tabubrüchen, lässig, sinnlich und sehr humorvoll“ beschrieben.

  •  Auch für den November habe ich mir schon ein Buch in den Kalender eingetragen, das ich keinesfalls verpassen möchte: „Listen to my heart. Meine Liebe zum Leben“ von Marie Fredriksson. Es wird bei Edel erscheinen, die ohnehin eine sehr große und interessante Biografie-Sparte haben. Seit „Joyride“ bin ich großer Rosette-Fan. (Die Kassette – ja, so lange ist das schon her – habe ich damals meinem Vater aus dem Auto gemopst. Es war meine erste Musikkassette.) Da ist natürlich klar, dass ich auch die Autobiografie von Marie brauche.
  • Unsuehnbar von Marie Ebner-Eschenbach

    Unsuehnbar von Marie Ebner-Eschenbach

    Bereits Anfang März im Manesse erschienen ist „Unsühnbar“ von Marie von Ebner-Eschenbach, auf das ich erst jetzt aufmerksam wurde. Der Roman handelt von Maria von Wolfsberg, die sich gegen die Scheinmoral des 19. Jahrhunderts auflehnt. Der Verlag spricht von einer „Leseentdeckung mit schlierendem Figurenensemble und sprühenden Dialogen“ und zieht einen Vergleich zur fünf Jahre später erschienenen „Effi Briest“. Über die Autorin Marie von Ebner-Eschenbach habe ich nun schon in einigen Büchern über starke Frauen gelesen; eines ihrer Bücher kenne ich aber noch nicht. „Unsühnbar“ scheint mir ein sehr geeigneter Kandidat, um diesen Umstand zu ändern.

Alle drei Bücher passen auch sehr gut zu meinem Blogschwerpunkt. Ihr dürfte also auf Rezensionen dazu hoffen.

Cluewriting-Interview

Zu guter letzt noch etwas Werbung in eigener Sache: Auf Cluewriting wird heute (14. August) um 18:00 ein Interview mit Kreuzfahrtautorin Brina Stein erscheinen. Nachdem ich selbst bereits einmal von Cluewriting interviewt wurde, durfte ich nun die Seiten wechseln und mich selbst einmal als Interviewerin versuchen. Für mich war es eine große Ehre, gefragt worden zu sein. Schließlich lese ich Cluewriting schon länger, als ich selbst blogge und hätte nie gedacht, einmal selbst etwas für das Literaturprojekt zu verfassen.

Cluewriting BannerIch würde mich freuen, wenn ihr dort vorbeischaut und mir verratet, wie es euch gefällt.

Ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag. Ich werde meinen beim Grillen mit der „Schwägerin“ und dem „Schwager“ verbringen.

Alles Liebe. Eure Kerstin

2 Kommentare

  1. Liebe Kerstin,

    deine Teepartys gefallen mir – dank ihres Abwechlungsreichtums – immer sehr 🙂 Diesmal hat es mir deine Rebuy Wahl besonders angetan. Schade, dass die Bücher nicht hier vorgestellt werden. Gerade bei den Metro Bänden und Christmas Land hätte mich deine Meinung sehr sehr interessiert. Das musst du dann auf anderen Kanälen bitte nachholen 🙂

    Ich mag übrigens die Mischung, anspruchsvolle Bücher über „starke Frauen“ und Horror/Fantasy zur Unterhaltung schließen sich für mich auf keinen Fall aus (mein Bücherregal sieht ja sehr ähnlich aus, wie du weißt ;)…)

    Viele Grüße aus dem Rattenbau,
    Alexandra

    • Kerstin Scheuer sagt

      Vielen Dank für Deine Meinung. Auf Twitter waren die meisten auch der Ansicht, dass es nicht zu lang ist. Dann kann ich ja doch alles so lassen, wie es ist.

      Meine Meinung zu „Christmasland“ und der Metro-Reihe werde ich Dich wissen lassen. Da gibt es ja genügend Möglichkeiten.

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