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Lieblingsleseplatz #16: Miriam Covi (Autorin)

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Nach der kurzen Pause in der letzten Woche, in der ich den höchsten Feiertag der Bücherwelt – den Welttag des Buches – feierte, geht es heute endlich wieder mit meiner Lieblingsleseplatzserie weiter.

Heute gewährt uns eine weitere Autorin / Bloggerin einen kleinen Einblick in ihre Lesegewohnheiten.

Miriam Covi ist schon in ihrer frühen Kindheit dem geschriebenen Wort verfallen. Sie war nicht nur ein Bücherwurm, sondern schrieb bereits im zarten Alter von 5 Jahren ihren ersten „Roman“. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin entschied.

Im Februar 2105 erschien im Droemer Knaur-Verlag ihr neuster Roman „Storchenhelfer“ als eBook. Anfang Mai wird das Taschenbuch herauskommen.

Miriam Covi lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Rom. Auf ihrer Homepage miriamcovi.de bloggt Sie sehr unterhaltsam über ihren römischen Alltag als schreibende Mutter.

Miriam Covi ist auch bei Facebook und Lovelybooks zu finden.

Hier liest Miriam Covi am liebsten:

Wo liest Du am liebsten? Warum?

Mein absoluter Lieblingsleseplatz ist ein gewisser Bootssteg an einem einsamen Waldsee in der kanadischen Ostküsten-Provinz Nova Scotia. Auf diesem Steg habe ich schon als Kind gern gelesen, wenn ich meine Sommerferien in Nova Scotia (wo übrigens auch mein Romandebüt „Eine Lüge, die Liebe, meine Familie und ich“ spielt) verbringen durfte. Es ist wunderbar still dort auf dem Steg am Seeufer, nur das Meckern der Eichhörnchen reißt einen manchmal aus der Lesewelt. Nun gut, und heutzutage auch das Meckern meiner Kinder, denn ich lese nur noch sehr selten absolut ungestört und auch längst nicht mehr so viele Bücher pro Urlaub wie früher. Mit zwei kleinen Mädchen (zweieinhalb Jahre und 14 Monate alt) ist Freizeit rar geworden. Daher schreibe ich jetzt tagsüber lieber, wenn die Kinder mal schlafen und mich in Ruhe denken lassen. Lesen kommt dann abends im Bett an die Reihe – falls ich nicht über der ersten Seite einschlafe. Wenn ich daheim in Rom bin, wo meine Familie und ich momentan wohnen, eignet sich mein geliebter roter Ohrensessel hervorragend als Lese-Insel!

Bootssteg

Bootssteg

Welches Format (eBook, Hardware, Taschenbuch) bevorzugst Du? Warum?

Am liebsten sind mir Taschenbücher. Die sind recht leicht, lassen sich gut in den Urlaub mitnehmen oder in die Handtasche packen, wenn man z.B. im Wartezimmer oder Bus lesen möchte. Noch leichter ist natürlich mein eReader, der auch immer öfter mit von der Partie ist, wenn ich verreise oder irgendwo warten muss. Besonders seit es von mir selbst zwei eBooks gibt (meinen oben erwähnten Debütroman und meinen zweiten Roman „Storchenhelfer“, der im Februar erschienen ist und ab 4. Mai auch als Knaur-Taschenbuch erhältlich sein wird), werde ich mehr und mehr zum Fan handlicher eReader… Hardcover sieht schön aus, ist mir aber meistens zu teuer. Und wenn ich abends im Bett lesen möchte, sind mir dicke Wälzer als Hardcover einfach zu unhandlich. Von Koffer und Handtasche ganz zu schweigen.

Was gehört für Dich zur perfekten Lesezeit hinzu (z.B. Tee, Kekse etc.)?

Ein Cappuccino und ein Stück Zartbitterschokolade. Am liebsten von meiner italienischen Lieblingsmarke „Perugina“.

Muss es bei Dir ganz still sein, wenn Du liest oder läuft bei Dir im Hintergrund Musik oder sogar der Fernseher?

Natürlich ist es schön, wenn es still ist. Aber bei sehr spannenden Büchern kann ich überall abschalten und lesen: im Bus, stehend in einer Warteschlange, im selben Raum wie meine tobenden Kinder.

Erzähl noch ein bisschen von Dir:

Miriam Covi im roten Lesesessel

Miriam Covi im roten Lesesessel

Wie schon erwähnt: Seit ich Fulltime-Mama bin, bleibt wenig Zeit fürs Lesen. Das letzte Mal richtig viel gelesen habe ich in den Wochen vor der Geburt meiner ersten Tochter. Mit geschwollenen Füßen, weil mein Mann und ich schon damals – vor fast zweieinhalb Jahren – aus beruflichen Gründen in Rom lebten. Rom ist laut, chaotisch, oft schön und im Sommer sehr heiß. Daher die geschwollenen Füße, die hochgelegt werden und bei vielen guten Büchern geschont werden mussten… Derzeit lese ich berufsbedingt hauptsächlich Chick-Lit, denn ich muss ja wissen, was die Konkurrenz so schreibt. Außerdem befinden sich auf meinem eReader die Reisememoiren meines Vaters Mario Covi, die er unter dem Titel „Von Kanada nach Panama“ in zwei Teilen veröffentlicht hat. Meine Eltern haben 1967 mit einem VW-Bulli eine neunmonatige Hochzeitsreise über den amerikanischen Kontinent gemacht. Die Reiselust steckt mir also in den Genen – auch mein Mann und ich leben hauptsächlich im Ausland. Wir haben uns in New York kennen gelernt und in diesem Sommer werden wir von Rom nach Dhaka, Bangladesch ziehen… Ich bin gespannt, was für Leseplätze ich dort finden werde! Mehr zu meinem Leben als schreibende Mutter im Ausland findet man in meinem Blog auf meiner Homepage.

Vielen Dank für diesen kurzweiligen Einblick in Deine kleine Lesewelt, Miriam. Ich wünsche Dir viel Erfolg für Dein erstes Taschenbuch. (Wie aufregend!)

(Miriam Covi hat meinen Fragebogen am 27.03.2015 ausgefüllt.)

Mitmachen: >>Fragebogen<<

2 Kommentare

  1. Was für eine schöne Interviewserienidee! Es ist immer so spannend zu sehen, was andere Leute so anders oder ähnlich machen wie man selber 🙂

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