E-Reading
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Was man tun sollte, wenn man seinen eReader verloren hat

Letzen Mittwoch habe ich meinen geliebten Tolino Shine im Zug liegen lassen.
Ich war auf der Heimfahrt aus dem Büro mit dem eReader in der Hand eingeschlafen. Als ich kurz vor meiner Haltestelle aufwachte, bin ich etwas panisch und mit dem unguten Gefühl, etwas vergessen zu haben, aufgesprungen. Da ich bei einem schnellen Blick zurück nichts auf oder vor dem Sitz erkennen konnte, sprang ich aus dem Zug. Erst als ich am nächsten Morgen meine Tasche für einen neuen Arbeitstag packte, fiel mir auf, dass ich nur noch die leere Hülle eines Tolinos einstecken hatte. Der Schreck war groß und schon sehr schnell stellten sich zwei Fragen:

Aber was tun, um den eReader zum einen eventuell wieder zu bekommen und zum anderen um sich davor zu schützen, das der Finder fröhlich auf meine Kosten über die hinterlegten Accounts shoppen geht.

1. Verlustanzeige

Mein erster Weg führte mich auf dem Homepage der Bahn. Dort gibt es einen Fundservice, bei dem man eine Verlustanzeige für Dinge stellen, die man im Zug oder am Bahnhof vergessen hat. Die Daten waren schnell eingetragen. Per Mail bekam ich eine „Verlustnummer“ zugeschickt, mit der ich online nachschauen kann, ob mein Tolino bereits gefunden wurde. (Wurde er leider noch nicht.)

Wer sich nicht sicher ist, wo und wie ihm sein eReader abhanden kam, sollte vorsichtshalber bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt stellen. Auch die Fundbüros der Städte und Gemeinden sind in diesem Fall gute Anlaufstellen.

Dann heißt es Daumen drücken, dass der Finder so ehrlich ist und den Fund tatsächlich meldet und abgibt.

2. Accounts auf dem eReader löschen

Als nächstes habe ich meine Thalia- und ebook.de-Accounts, die auf dem Tolino hinterlegt waren, löschen lassen.

Hierzu habe ich den eBook-Kundenservice von Thalia angerufen. Dieser ist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr unter +49 251 / 5 30 94 44 zu erreichen.
Dort beruhigte man mich zunächst einmal dahingehend, dass für den Einkauf bei Thalia grundsätzlich immer das Passwort erforderlich sei. Dieses werde aber, genau wie alle anderen persönlichen Daten, nicht auf dem Gerät gespeichert. Shoppen auf meine Kosten war also schon einmal ausgeschlossen. Puh!
Für das Löschen des Accounts war schließlich nicht einmal eine Seriennummer erforderlich. Da ich den eReader bei Thalia gekauft hatte, reichte es aus, dass ich mich durch Angabe meiner persönlichen Daten ausweisen konnte.
Ich empfand den Kontakt als sehr angenehm. Der Betreuer war hilfsbereit und freundlich. Der Service ging schnell. Super!

Auch ebook.de bietet eine Kundenhotline. Dort empfahl man mir aber, eine Mail an service@ebook.de zu senden. Auch hier ging das Sperren schnell und bequem. Da ich den Tolino aber nicht hier kaufte, habe ich dann doch noch die Seriennummer gebraucht. (Hinweis: Ihr findet diese auf dem Karton sowie dem Garantieheft.)

Auch andere Shops und Gerätehersteller bieten hier einen ähnlichen Service.

Alle Kindle-Besitzer dürfen sich über eine besonders einfache Handhabung freuen, denn Amazon bietet in der Geräteverwaltung die Möglichkeit, jederzeit selbst den Account auf dem eigenen Kindle zu löschen.

Und jetzt?

Zum Glück besitze ich mehr als einen eReader und war daher bereits am Freitag wieder digital lesend unterwegs ins Büro. Das erste aber, was ich auf dem Pocketbook wieder aktiviert habe, war die Sicherheitssperre, die ich aus Bequemlichkeit auf allen eReaders ausgeschaltet hatte. So ein Passwortschutz hält im Zweifelsfall zwar auch niemanden auf, stellt aber zumindest eine weitere Hürde dar.

Den Tolino habe ich wie gesagt noch nicht zurück. Drückt mir also alle die Daumen, das er sich noch findet.
Oder drückt sie mir nicht; dann habe ich nämlich doch einen Grund, um mir den neuen Tolino Vision 2 anzuschaffen. Das Pocketbook nämlich wird Notlösung bleiben. Da ist mir die Reaktion des Tauchdisplays auch nach diversen Updates einfach zu schlecht.

1 Kommentare

  1. Rüdiger Kroll sagt

    … ich bin am 23.03. auch im Zug eingeschlafen und hab den Tolino auf den Sitz neben mir gelegt und dann … na klar … aufwachen, Rucksack schnappem, ab gehts nach Hause und Tolino einfach vergessen. Na klar ist der weg, auch wenn es nur ein kleiner Vorortzug war und ich sofort an der NEB angerufen habe. Die nette Dame rief auch gleich den Zugführer an, war schon zu spät! Habe den verlorenen Reader über PC abgemeldet, so ist er von meinem Thaliaaccount getrennt.
    Ja, und nun habe ich wieder einen neuen … 119 € Strafe, die muss sein, damit man klug wird und zukünftig besser aufpasst. Auch mit 60 muss man noch lernfähig sein :-)))
    Also liebe Frau Scheuer, Augen auf bei Tolinogebrauch!
    So etwas passiert uns nicht noch mal.
    Viele Grüße aus Wandlitz
    Rüdiger Kroll

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