Roman
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persönliche Shortlist lesen #5

In dieser Woche lese ich wieder ein Buch meiner Shortlist: „Kastelau“ von Charles Lewinsky.

Ich bin jetzt auf Seite 113, also fast in der Hälfte, und finde es richtig gut gemacht.
Das Besondere an diesem Buch ist ja der Erzählstil, denn die Geschichte wird ausschließlich durch „Zeitdokumente“ wie z.B. Tagebucheinträge, Briefe, Interviews, Nachrichtenausschnitte usw. erzählt. Die eigentliche Handlung muss sich der Leser hieraus selbst zusammenreimen. Das macht wirklich Spaß, ist aber auch anstrengend.

Aber auch die Geschichte selbst hat ihren Reiz: es geht um ein Filmteam, das Ende des Zweiten Weltkriegs in den Alpen einen Film drehen möchte. Tragische Zwischenfälle führen aber dazu, dass der Film eigentlich nicht produziert werden kann. Da aber keiner zurück nach Berlin will, das beinahe täglich angegriffen wird, beschließt man, einfach so zu tun, als würde man drehen. Das aber gilt als „Flucht vor der Wehrpflicht“ und ist strafbar…
Zudem wird immer wieder angedeutet, dass dieser „Dreh“ kein gutes Ende nahm. Was genau passierte, konnte ich aber noch nicht herausfinden.

Ich finde das Buch wirklich gut gemacht. Es ist schade, dass es auch nach der Aufnahme auf die Longlist des Deutschen Buchpreises so wenig Beachtung fand.

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