Roman
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persönliche Shortlist lesen #2

Nachdem es mir gestern zeitlich einfach nicht möglich war, Euch von meinem Fortschritt in Sachen „persönliche Shortlist lesen“ zu berichten, hole ich das natürlich heute noch nach.

„Das Polykrates-Syndrom“ habe ich mittlerweile zu Ende gelesen. Die Rezension geht morgen online.

Ich lDer Allesforscherese nun „Der Alleeforscher“ von Heinrich Steinfest und habe gerade den ersten Teil beendet. Aktuell bin ich auf Seite 157 von 328.

Irgendwie geht es mit diesem Buch nicht ganz so gut voran, wie mit dem letzten. Es fesselt mich irgendwie nicht ganz so sehr. Aber das kann auch gut an mir liegen. Ich habe im Moment in meiner typischen Herbst-Depri-Phase. Da ist dann irgendwie alles doof.

An sich ist das Buch gut geschrieben.
Den Erzählstil mag ich wirklich sehr. Fast gewinnt man den Eindruck, mit einem Bekannten in einem Café zu sitzen und ihm dabei zuzuhören, wie er von seinem Leben erzählt.
Dabei klingt immer wieder ein (selbst-)ironischer Tonfall durch, der erkennen lässt, dass der Erzähler weder sich selbst noch seine Umwelt allzu ernst nimmt.

Der Inhalt ist höchst unterhaltsam. Der Erzähler gerät vollkommen unfreiwillig und ohne eigenes Zutun von einer absurden Situation in die nächste. Den Anfang macht die Walszene, die auch in der Leseprobe enthalten ist.

In der Kombination mit dem witzigen Erzählstil entsteht dadurch eine sehr lustige Geschichte, die mich des Öfteren zu lachen brachte. An ein zwei Passagen fühlte ich mich glatt an Douglas Adams, den ich sehr gerne lese, erinnert.

Leider jedoch hatten die letzten Kapitel im ersten Teil nun nicht mehr ganz so Witz und Ideenreichtum. Ich möchte nicht sagen, dass sie mich langweilten, aber sie sind doch grundsätzlich anders gestaltet, als der Beginn der Geschichte. Die absurden Szene fehlen hier gänzlich.

Im zweiten Teil, den ich nun gerade begonnen habe, wechselt nun die Erzählperspektive. Im Mittelpunkt steht nun eine andere Person, aus deren Sicht nun scheinbar noch einmal die bisherige Geschichte geschildert wird.
Diese neue Sichtweise finde ich sehr interessant. Es macht den Roman wesentlich dichter. Dabei ist auch der Einsatz des Lesers gefragt, der dieses Puzzle nun zu einem schlüssigen Ganzen zusammenfügen muss.

Noch weiß ich nicht, wohin die Geschichte führen will, aber ich bin auf jeden Fall neugierig darauf, wie es weitergeht. Vor allem nun, da ich den Perspektivenwechsel entdeckt habe, wird das Ganze für mich wieder viel spannender.

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