Autor: Kerstin Scheuer

Lieblingsschreibplatz #12: Majon Wallis

Dieser Lieblingsschreibplatz ist zugleich auch ein Lesetipp zum Thema Starke Frauen. Mit Lady Lanwoods kühner Plan ist im vergangenen Jahr der erste Roman von Major Wallis erschienen. In dem historischen Roman setzen sich zwei englische Ladys auf ihre Weise gegen das gängige Frauenbild ihrer Zeit zur Wehr, in dem sie ihr technisches Verständnis auf der Weltausstellung in London bzw. hinter der Fotokamera unter Beweis stellen. – Ein spannender Stoff, wie ich finde. Scheiben & Malen/künstlerisch arbeiten gehören schon sehr lange zu Majons Leben. Angefangen hat das Schreiben mit Lyrik, dann die ersten Kunstausstellungen, später kurze Liebesromane für Zeitschriften, vor fast einem Jahr dann der erste Roman. Hier gibt sie nun einen kleinen Einblick in ihren Schreiballtag. Wo schreibst Du am liebsten und warum? Am liebsten sitze ich in der Couchecke, Laptop auf den Knien, eine Tasse Tee und Kekse in Reichweite, manchmal Cara (einen unserer zwei Hunde) neben mir. Die vierpfotige Muse fordert natürlich Tribut in Form von Streicheleinheiten, das passt oft gut – wenn ich feststecke, nach einem bestimmten Ausdruck suche, ist ein kurzes …

Mein Kalender/Notizbuch-System von X17

Nach dem für mich passenden Kalender/Notizbuch-System habe ich lange gesucht und nicht nur die Erkenntnis gewonnen, dass ich für ein Bullet Journal zu unkreativ und faul bin. Mit X17 habe ich nun das passende Notizsystem gefunden. Meine Suche nach dem passenden Kalender/Notizbuch-System Nach dem für passenden Kalender/Notizbuch-System habe ich lange gesucht und etliche Varianten ausprobiert. Dabei habe ich zu meiner eigenen Überraschung feststellen müssen, dass digitale Versionen so gar nichts für mich ist. Ich dachte immer, besonders internetaffin zu sein; aber wenn es um Termine und Notizen geht, muss ich einfach ganz Oldschool von Hand auf Papier schreiben. So kann ich besser strukturieren und sortieren, ohne mich einem von außen vorgegebenen System unterwerfen zu müssen. Eine Zeit lang habe ich diesen Moleskin Kalender/Notizbuch genutzt und an sich gute Erfahrungen damit gemacht. Dann aber kam zuerst mein Blog und danach mein Engagement in der SPD dazu und plötzlich trug ich zwei, zeitweise sogar drei Notizbücher – zusätzlich zum Kalender – mit mir herum. Das nervte, weil die Handtasche eigentlich immer voll war und mir trotzdem häufig das …

Lieblingsschreibplatz #11: Andreas Schuster

An diesem Donnerstag lässt uns Andreas etwas über die Schulter schauen. Er lebt und arbeitet in Hamburg, Als Schreibtrainer begleitet er andere auf dem Weg zum eigenen Roman. Daneben betreibt er einen Blog und eine Podcast zum Thema Kreatives Schreiben. Wo schreibst Du am liebsten und warum? Es gibt keinen Ort, an dem ich am liebsten schreibe. Das liegt daran, dass ich nicht immer derselbe bin, sondern in jedem Moment anders. Manchmal schreibe ich gerne auf dem Balkon oder in einem Park. Manchmal schreibe ich gerne unterwegs, wenn ich an überhaupt keinem Ort bin, sondern im Zug sitze oder im Auto. Doch meistens schreibe ich zu Hause an meinem kleinen Schreibtisch. Ob ich dort am liebsten schreibe? Häufig schon. Manchmal wäre ich jedoch auch gern woanders. Am Ende ist das jedoch nicht so entscheidend. Viel wichtiger als die Frage, wo ich gerade schreibe, ist, wohin ich mich schreibe mit dem, was ich schreibe. Hast Du eine feste Schreibroutine (z.B. feste Zeiten, zu denen Du schreibst) oder ein -ritual? Wenn ja, welche/s? Wenn es der Tag …

„Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende – oder: Über den Zauber von Lieblingsbüchern

Nachdem ich in den letzten Jahr durch den Blog immer auf der Suche nach den spannendsten Neuerscheinungen war, kam mir in meiner Blogpause eine ganz andere Idee: ein Lieblingskinder- und -jugendbuch-ReRead. (Meine Leseliste findet Ihr auf Goodreads.) Nachdem ich bereist im Februar erneut mit großer Begeisterung Bei den Wilden Kerlen von Dave Eggers gelesen habe, war im Mai Die Unendliche Geschichte von Michael Ende dran. Schon als Jugendliche hat mich diese Geschichte um die Magie des Lesens und den Zauber der Fantasie sehr fasziniert. Etliche Male habe ich das Buch gebannt gelesen. Daran war auch die besondere Buchausgabe, die wir zu Hause hatten, nicht ganz unschuldige. Es war ein Büchergilde Edition mit zweifarbigem Druck – rot und türkis -, kunstvoll gestalteten ganzseitigen Anfangsbuchstaben jedes Kapitels und auf dem roten (Seiden-)Einband waren zwei Schlangen, die einander in den Schwanz bissen und so ein Oval bildeten. Es sah exakt so aus, wie das Buch, in dem Bastian in der Geschichte las und ich habe es geliebt. Bei jedem Mal Lesen hoffte ich  aufs Neue, dass ich dieses …

#Selbstliebe – oder: drei Dinge, die ich an mir mag

Eigentlich sollte dies ein Beitrag darüber werden, wie ich es geschafft habe, in einem Dreivierteljahr fast 20 kg abzunehmen und was sich seitdem für mich persönlich verändert hat. Dann aber habe ich auf STERN TV einen Beitrag über den Film „Embrace“ gesehen, der mich zum Nachdenken brachte. Gerade jetzt im Frühjahr gibt es sowieso viel zu viele Beiträge à la „in 4 Wochen zum perfekten Bikini-Body“, die suggerieren, wir müssten nun alle dem selben Körperideal nacheifern. Der wunderbare, mutige und ehrliche Beitrag „Die Sache mit der Selbstliebe“, den Charlousie vor 3 Tagen auf „LeseLust & LeseLiebe“ veröffentlichte, inspirierte mich schließlich zu diesem Text. In den letzten Wochen wurde ich verstärkt auf meine Abnahme angesprochen. Die Frauen wollen vor allem wissen, wie ich das geschafft habe; während die Männer eher nette Komplimente machten. Natürlich freut mich das sehr. (Wer bekommt nicht gerne Komplimente?!) Aber irgendwie ist es auch ein bisschen seltsam, denn ich selbst stelle an mir gar keine so große Unterschiede fest. Und das obwohl ich meine körperliche Veränderung an lockerer sitzenden Jeans und weiter …

#Frauenlesen Challenge im März: Buchtipps zum Thema „Unabhängigkeit“

Am Weltfrauentag (8. März) startete meine #Frauenlesen Challenge. Das erste Monatsthema war – inspiriert durch den Indiebookday – „Unabhängigkeit“. Dabei habe ich es der Kreativität der Teilnehmerinnen überlassen, wie sie die Aufgabe lösen: ob es nun eine unabhängige Protagonistin, eine unabhängige Autorin, ein unabhängiger Verlag oder etwas ganz anderes sein sollte. Hier findet Ihr eine Sammlung der Titel, die die Teilnehmerinnen zum Märzthema gelesen haben: Silvia (LeckereKekse.de) hat sich „Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories“ von Chimamanda Ngozi Adichi vorgenommen. Die Autorin ist definitiv eine unabhängige Frau. Daher passt das Buch nicht nur wegen des Themas perfekt. Den Aufsatz „We should all be feminists“, der in dem von Silvia gelesenen Buch in der deutschen Übersetzung enthalten ist, finde ich sehr inspirierend und nehme ihn immer wieder gerne zur Hand. Silvias Meinung zum Buch könnt Ihr >>hier<< nachlesen. Anne-Marit (Annes Lesetagebuch) entschied sich für eine Frauenbiografie und las „Oriana Fallaci – Ein Frauenleben“ von Cristina De Stefano. Es ist die beeindruckende Biografie einer Frau, die nicht nur sehr früh erwachsen werden musste, sondern sich auch in …

Bananen-Pancakes aus nur 3 Zutaten

Ich bin ja ein ausgesprochen großer Frühstücksmensch. Mit einem leckeren Frühstück fängt der Tag gleich richtig gut. Unter der Woche verschiebe ich das Frühstück meist auf die Bahn bzw. ins Büro. Aber am Wochenende genieße ich es, in aller Ruhe frühstücken zu können. Dann darf es auch mal etwas aufwändiger als meine geliebten  Overnight-Oats werden. Heute habe ich mir zum Beispiel extrem leckere Bananen-Pancakes gegönnt. Die Idee, Pancakes aus Bananen und Eier zu machen, ist natürlich nicht von mir. Zuerst gesehen habe ich das Rezept bei Weight Watchers. Danach ist es mir dann auch in einer Women`s Health über den Weg gelaufen. Ich fand diese simple Idee einfach genial, weil man diese beiden Zutaten eigentlich immer zu Hause hat. Leider misslangen mir die Pancakes in mehreren Versuchen. Sie ließen sich nie wenden, so dass ich schließlich stets Kaiserschmarren daraus machen musste. Der war zwar auch sehr lecker, aber es waren eben keine Pancakes. Heute habe ich mich daher entschieden, eine dritte Zutat hinzuzufügen. Aber statt schnödem hellen Weizenmehl habe ich Hafer verwendet, der ja ohnehin …

Lieblingsschreibplatz #10: Wolfgang Eicher

Heute darf ich wieder einen Gast auf meinem Blog begrüßen. Nach meinem bewährten 1-2-5-Schema erzählt Autor Wolfgang Eicher von seinen Schreibgewohnheiten und lässt uns einen Blick in sein Wohnung werfen. Wolfgang Eicher ist 41 Jahre alt und lebt in Wien. Er schreibt bereits seit seinem 15. Lebensjahr. Sein Roman „Die Insel“ der im März letzten Jahres bei Duotincta erschien, war bereits sein fünfter Roman – und zu diesem Zeitpunkt schon stolze 15 Jahre alt. Schreiben ist für Wolfgang Eicher ein Prozess, der sich vor allem im Kopf abspielt und erst sehr viel später auf dem Papier bzw. Computerbildschirm. In seinem Interview wird deutlich, dass das Schreiben für ihn nicht nur ein Teil seines Lebens ist, sondern fast alle Bereiche durchzieht. Wo schreibst Du am liebsten und warum? Ich schreibe fast ausschließlich vor dem Computer. Das ist nicht sehr romantisch, aber am einfachsten bei der weiteren Bearbeitung der Texte. Meinen Computerplatz habe ich jedoch recht vorteilshaft eingerichtet. Die Sonne, wenn sie scheint, scheint mir ins Gesicht, manchmal blendet sie so sehr, dass sie mich in eine Pause …